Landschaftsgeschichten:Über Landschaftsgeschichten

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Viele von uns wissen: Eine Herausforderung in der Naturvermittlung liegt darin, dass sich viele Wissbegierige schnell mit „Bergen“ von Fachwissen überladen fühlen und der nachhaltige Lerneffekt nur gering ist. Es ist daher zum ersten zielführend, in den Menschen das Verständnis für die Landschaft zu wecken: Warum schaut es hier so aus? Welche Rolle haben die hier wirtschaftenden Menschen bei der Entwicklung der Landschaft gespielt? Warum wachsen hier Weiden, dort drüben aber Fichten? Warum gibt es hier keine Feldlerchen, aber Alpendohlen?

Zum zweiten merken sich Menschen Fachwissen dann leichter, wenn es in einen Zusammenhang gesetzt und mit Emotionen wie Freude, Angst, Zorn, Liebe verknüpft wird. Das geschieht am besten in Form einer spannenden Geschichte („storytelling“). Ob ein Märchen, eine Sage oder eine Erlebnisgeschichte, sie verknüpft logisch zusammenhängende Fakten mit Emotionen und wird leichter gemerkt – oft für das ganze Leben.

Um dieses Konzept auszuprobieren und unter Österreichs NaturvermittlerInnen zu verbreiten, wurde von 2016 bis 2018 das Projekt „Landschaft Verstehen“ umgesetzt, das aus Mitteln der Republik Österreich und der EU gefördert wurde.

Eine Pilotregion war das ÖTSCHER:REICH – Mariazellerland, erweitert wurde es um die Region Weitenbachtal – Yspertal – Freiwald und letztlich sind viele Geschichten in weiten Teilen Österreichs, vor allem den Kalkalpen und der Böhmischen Masse anwendbar. Viele NaturvermittlerInnen erarbeiteten in einem moderierten Schreibprozess auf dieser Wiki-Plattform unzählige Geschichten, die Beiträge zum Verständnis der Landschaft leisten, in der sie erzählt werden können und sollen.

Das Projekt wurde von BirdLife Österreich[1], dem Österreichischen Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung[2], dem Ländlichen Fortbildungsinstitut[3] und dem Umweltdachverband[4] getragen und freundlicherweise aus Mitteln der Republik Österreich und der EU finanziert.[5]

mit Unterstützung von Bund, Ländern und der EU

Einzelnachweise

  1. BirdLife
  2. ÖKL
  3. LFI
  4. Umweltdachverband
  5. Förderprogramm Ländliche Entwicklung